Wir über uns

DRK in Thalfang

Vom Krankentransportunternehmen Robert bis zur hauptamtlichen Rettungswache

Am 05. Juni 1964 errichtete der Kreisverband Bernkastel des Deutschen Roten Kreuzes in Thalfang eine Krankentransport-Nebenstelle. Zu diesem Zweck wurde der bis dahin in Bernkastel - Kues stationierte Krankentransportwagen, ein Opel Kapitän (Baujahr 1956), polizeiliches Kennzeichen BKS - C 100, nach Thalfang abgestellt.

Der Krankenwagen wurde an das Personenbeförderungsunternehmen Albert Robert in Thalfang übergeben, von welchem auch die Krankentransporte durchgeführt wurden. Dieser Wagen versah seinen Dienst bis zum März 1967 und musste dann wegen Altersschwäche stillgelegt werden.

Von März 1967 bis Juli 1967 stand dem Ortsverein kein Krankentransportfahrzeug zur Verfügung. Erst nach mehreren Verhandlungen mit dem DRK - Kreisverband Bernkastel wurde unserem Ortsverein am 11. Juli 1967 wieder ein Fahrzeug, diesmal ein VW Kleinbus mit vollständiger und modernerer Ausstattung sowie einem Sauerstoffgerät zur Verfügung gestellt. Dieses Fahrzeug war bis Ende Oktober 1973 im Einsatz für den Dienst am Menschen. Zur Anschaffung dieses Krankentransportwagens wurde dem Kreisverband damals ein Zuschuss in Höhe von 1.000,- DM übergeben.

Ende Oktober 1973 wurde ein neuer Krankentransportwagen, ein Ford Transit mit dem polizeilichen Kennzeichen WIL - LS 50, beim Personenbeförderungsunternehmen Albert Robert stationiert, das im Auftrag des DRK's bis Ende 1974 den Rettungsdienst im Bereich der Verbandsgemeinde Thalfang durchführte. Durch stetige Verkehrszunahme erhöhte sich die Zahl der Unfälle, so dass der Krankenwagen immer öfter im Einsatz war.

Daher war man froh, als sich an Heiligabend 1974 Herr Michel Müller, damals Lehrer an der Grundschule Thalfang (heute Rektor a.D.), bereit erklärte, die Einsatzfahrten des DRK Thalfang ehrenamtlich, in Tag- und Nachtrufbereitschaft, durchzuführen.

Er tat dies zusammen mit Antonia Robert, der Tochter von Herrn Albert Robert. Auf seine Initiative und mit Unterstützung des DRK - Ortsvereins Thalfang und des DRK - Kreisverbandes Bernkastel wurde nun auch der Krankentransportwagen (Ford Transit) modernisiert. Das Fahrzeug erhielt einen stärkeren Motor, eine Funksprechanlage und eine zusätzliche Innenausstattung mit neuester Notfallausrüstung. So war es möglich, selbst bei schwierigen Notfällen gute Hilfe leisten zu können.


1975 Familie Mueller Die alte Rettungswache

Angeregt durch diese Erfolge gelang es, weitere dringend benötigte Mitarbeiter im DRK - Rettungsdienst zu gewinnen. Nach einiger Zeit stellten sich zwei weitere Lehrerinnen und Lehrer der Grundschule Thalfang für diesen schweren Dienst zur Verfügung. Dies war der Beginn des ehrenamtlichen Rettungsdienstes in Thalfang.

Nachdem Herr Albert Robert im Februar 1976 aus gesundheitlichen Gründen die Krankentransporte in der Verbandsgemeinde Thalfang nicht mehr ausführen konnte, übernahm der DRK - Ortsverein Thalfang diese Aufgabe. Immer mehr Helferinnen und Helfer des Ortsvereins erklärten sich bereit, ehrenamtlich und rund um die Uhr den Rettungsdienst zu unterstützen. Zeitweise waren 25 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Wechseldienst im Einsatz!

Am 09. November 1979 stellte der DRK - Ortsverein Thalfang seinen ersten eigenen Krankentransportwagen, einen Mercedes - Benz 250 ( hoch / lang ), Typ Ambulance 2000, in Dienst. Das Fahrzeug wurde bei der Firma Binz in Lorch ausgebaut und mit Fernotrage und Notfallkoffer bestückt. Dieses Fahrzeug, mit dem polizeilichen Kennzeichen WIL - EY 50, war von November 1979 bis Januar 1988 im Dienste der Menschen unserer Heimat unterwegs.


1982 1988 1988

Im Januar 1988 wurde erstmals ein größeres Fahrzeug, ein Mercedes Benz 210 ( Kastenwagen ) mit dem amtlichen Kennzeichen WIL - AM 801, mit einer Rettungswagenausstattung in Dienst gestellt.

Die Rettungswache Thalfang war bis zum 01. Juni 1992 ausschließlich ehrenamtlich besetzt. Durch das stetige Ansteigen der Einsatzzahlen konnte der Betrieb der Rettungswache aber in dieser Weise nicht mehr fortgesetzt werden, so dass man sich um eine Lösung bemühen musste. In Absprache mit dem Kreisverband Bernkastel - Wittlich wurde vereinbart, dass die Rettungswache Thalfang ab diesem Zeitpunkt mit zwei hauptamtlichen Rettungsassistenten, die weiterhin von den ehrenamtlichen unterstützt wurden, besetzt wird.


1992 - 1994 bei der Feuerwehr 1988 Wochenspiegel vom 11.08.94 1994

Nach Abschluss der Bauarbeiten der neuen Rettungswache im Petersberger Weg wurde im Juli 1994 auch das hauptamtliche Personal aufgestockt, was eine erhebliche Entlastung für die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit sich brachte, die ja diese Tätigkeit neben ihrem Hauptberuf ausübten. Ab diesem Zeitpunkt arbeiteten hier vier hauptamtliche Rettungsassistenten, die weiterhin von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Ortsvereins unterstützt wurden.

Zu diesem Zeitpunkt musste auch der Mercedes Benz 210 gegen ein neues Fahrzeug ausgetauscht werden. Als neues Fahrzeug wurde ein Mercedes Benz 310 Rettungswagen angeschafft. Dieses Fahrzeug wurde in Aalen von der Firma Strobel ausgebaut und dank zahlreicher Spenden der Bevölkerung mit dem neuesten technischen Gerät ausgerüstet. Zu gleicher Zeit wurde auch ein zweiter, zusätzlicher Rettungswagen in Dienst gestellt, der bei Bedarf zur Verstärkung des regulären Rettungswagens weiterhin von ehrenamtlichen Mitarbeitern besetzt wurde und in dieser Form auch heute noch existiert. Der reguläre Rettungswagen mit dem amtlichen Kennzeichen WIL - RK 94 war von Juli 1994 bis Februar 2003 im Einsatz.

Mit einer Kilometerleistung von 482.000 km wurde dieses Fahrzeug ausgemustert. Als Ersatz wurde ein Mercedes Benz 316 Cdi, der bei der Firma MKR in Mayen ausgebaut wurde, beschafft. Dieser verrichtete bis Anfang August 2009 seinen Dienst und wurde nach über 400.000 Kilometern durch einen neuen RTW "Rheinland Pfalz" ersetzt. Dieser RTW stammt nach einem Auto Pause wieder von System Strobel in Aalen.

Im Jahr 2011 wurde nach mehrmonatiger Spendensammlung der zusätzliche Rettungswagen ersetzt. Auch dieses Fahrzeug hat einen Kofferaufbau der Firma Strobel und eine auffallend schwefelgelbe Lackierung.


Einsegnung der neuen Fahrzeuge 2003 - 2009 2009 2011

Zur Zeit sind festangestellt:

8 Rettungsassistentinnen und Rettungsassistenten und 1 Rettungssanitäterin. Diese werden auch heute noch von ehrenamtlichen Kameradinnen und Kameraden aus unserem Ortsverein unterstützt.

Unsere Rettungswache verfügt auch über den Titel "Die Wache der Doktormacher".

Zur Zeit haben drei ehemalige Zivildienstleistende und 2 ehemalige Mitarbeiterinnen das Medizinstudium beendet, ein weiterer ehemaliger Zivildienstleistender und heute noch ehrenamtlicher Mitarbeiter befindet sich derzeit im PJ, einer der hauptamtlichen Kollegen hat im Oktober 2010 mit dem Medizin-Studium begonnen und eine Kollegin startet zum Wintersemester 2011 ins Studium.

Die Zusammenarbeit zwischen den hauptamtlichen Kolleginnen und Kollegen und den ehrenamtlichen ist hervorragend.

 
Deutsches Rotes Kreuz